Flussreise Film Reisebericht von Passau bis ans Schwarze Meer Puszta

Von Passau bis ans Schwarze Meer, Flussreise Film, Flusskreuzfahrt Film, Puszta

Touristen im sogenannten Bollerwagen in Puszta / Reisebericht Filmproduktion
Touristen im sogenannten Bollerwagen in Puszta

Weiter ging unser Ausflug zu einem kleinen Ort, in dem wir (wie übrigens auch beim Ausflug in die Puszta) eine Reitervorführung zu sehen bekamen. Da aber das Mittagessen ja inzwischen schon eine Weile vergangen war, gab es zuerst eine kleine Stärkung. Dazu erhielten wir verschiedene Weine zur Probe kredenzt. Und damit wir nicht zu schnell zu singen anfingen, gab es noch Käsewürfel dazu.  Wer wollte, konnte in der Zwischenzeit statt dessen eine kleine Tour mit einem Pferdewagen machen. Als alle sich gestärkt hatten, nahmen wir auf der Tribüne Platz und die Vorführung begann. Die Reiter trugen traditionelle Tracht in einem schönen Blau mit weiten Beinkleidern und Ärmeln, schwarzer Weste und schwarzen Hüten mit breiter Krempe. Dabei führten sie unterschiedliche Kunststücke mit Pferden, Maultieren oder auch Rindern auf: Reiter, die in vollem Galopp Pfeile auf Zielscheiben schossen, ihre Fertigkeiten mit dem Lasso oder beim „Peitschen schnalzen“ demonstrierten oder über brennende Feuerwannen sprangen. Die Reiter zeigten auch ihr Feingefühl im Umgang mit ihren Tieren, indem sich zum Beispiel alle Pferde samt ihren Reitern auf den Boden zum Schlafen legten. Ein Höhepunkt war ein Kunststück, bei dem ein Reiter mit 5 Pferden im Gespann über den Platz ritt, während er auf den beiden hinteren Pferden stand. Am kuriosesten für mich waren jedoch die  ungarischen Graurinder mit ihren außergewöhnlich langen und schön geschwungenen Hörnern.

Reiter im Galopp schiesst Pfeil und Bogen / Reisebericht Filmproduktion
Reiter im Galopp schiesst Pfeil und Bogen

Selbstverständlich gab es in diesem Reiterprogramm auch eine weibliche Darstellerin, die im Damensattel, begleitet mit einem langen, feuerroten Rock, weißer Bluse und schwarzem Hut, ganz Dame, mit weiblichem Charme die Show ergänzte. Dabei wehte der fast bis auf den Boden reichende Rock schön, als die Frau im Galopp über den Platz ritt. Sie vollführte einige Dressurstückchen an und auf einer kleinen runden Plattform, wie man sie sonst im Zirkus bei den Elefanten sieht.Als die Vorstellung zu Ende war, ging es wieder mit dem Bus zurück zu unserem Schiff. Nachdem wir unser Equipment in der Kabine verstaut und uns frisch gemacht hatten, gingen wir hungrig zum Abendessen. Heute gab es unter anderem leckere ungarische Salami, Paprika und ungarisches Gulasch. Dies war ursprünglich „die Suppe der Rinderhirten“. Ihr Name leitet sich vom Gulyás, dem Rinderhirten, ab.Nach dem Essen gab es wie jeden Abend an Bord der A-ROSA ein Abendprogramm in der Lounge. Heute wurde dies von einer Gastkünstlerin gestaltet, die Musical-Hits präsentierte. Dies war möglich, da wir erst in den späten Abendstunden von Budapest ablegten und unsere Fahrt auf der Donau fortsetzten. Das Schöne daran war, dass wir dafür die herrlich beleuchteten Gebäude am Ufer der Donau bewundern konnten. Und nicht weniger stimmungsvoll war die Kettenbrücke anzusehen, deren Umrisse komplett mit Lichtern überzogen wurden. Nachdem wir die schön beleuchteten Promenaden von Budapest passiert hatten, ging’s ab in die „Koje“ und wir schliefen herrlich, während die A-ROSA die Flussreise fortsetzte.

Puszta - Reiter-Akrobat mit 5 Pferden / Reisebericht Filmproduktion
Puszta - Reiter-Akrobat mit 5 Pferden
morgens um 7 Uhr - die Donau im Fruehnebel  und die Sonne kommt hinter den Baeumen hervor
morgens um 7 Uhr - die Donau im Fruehnebel und die Sonne kommt hinter den Baeumen hervor

4. Tag: Dienstag, 04. September – MohacsPecs  Am nächsten Morgen sind wir wieder früh raus. Denn es gibt fast nichts Schöneres als die Atmosphäre früh morgens bei der Flussfahrt an Deck. Es ist fast niemand an Deck und man kann die vorbeigleitende Landschaft fast für sich alleine genießen. Die Tautropfen der Nacht sind noch überall auf den Tischen und Stühlen und auch auf dem Boden vorhanden. Die Sonne blitzt langsam hinter den Bäumen und Hügeln am Ufer hervor. Und dann wird man in den warmen Monaten mit dem Phänomen des „rauchenden Wassers“ belohnt. Dies ist ein besonderer Natureffekt, der dadurch entsteht, dass sich die Luft nachts stärker abkühlt, als das Wasser der Donau. In den frühen Morgenstunden, wenn die Sonne gerade am Aufgehen ist oder noch sehr tief steht, kann man dann das wärmere Wasser des Flusses wie Rauchschwaden emporsteigen sehen. Ein wirklich beeindruckendes Naturschauspiel, das sich keiner entgehen lassen sollte. Einen kleinen Eindruck haben wir hier fotografisch festgehalten. Er kommt aber nicht im Entferntesten an das Erleben dieses Spektakels in Natura heran. Um die volle Schönheit dieses Naturereignisses erleben zu können, muss man allerdings sehr früh aufstehen. Denn sobald die Sonne sich über den Bäumen erhebt, verschwindet das „rauchende Wasser“ ganz schnell.

Stopp in Mohacs und Ausflug nach Pecs Der nächste Halt auf unserer Flusskreuzfahrt war Mohacs. Von diesem Ort sahen wir aber nur unsere Anlegestelle. Denn wir hatten uns heute den Ausflug nach Pecs vorgenommen. Also ging es diesmal mit dem Auto nach Pecs. Denn der Bus war bereits komplett ausgebucht. Pecs heißt im Deutschen „Fünfkirchen“, ist die fünftgrößte Stadt Ungarns und liegt an den Ausläufern des Mecsek-Gebirges. Wir näherten uns also der Stadt vom Gebirge her und hatten so zunächst einmal einen Blick von oben. Leider war die Sicht so diesig, dass wir auf Filmaufnahmen an dieser Stelle verzichteten.

Pecs (Ungarn) Stadtpanorama / Reisebericht Filmproduktion
Pecs (Ungarn) Stadtpanorama

Von Pecs selbst waren wir mehr als überrascht, zunächst einmal von der geballten Konzentration der Sehenswürdigkeiten: an 3 „Hauptplätzen“ befinden sich jeweils unzählige Sehenswürdigkeiten aller Art, deren Aufzählung alleine hier den Rahmen sprengen würde. Wer genaueres wissen möchte, dem kann ich die Homepage der Stadt wärmstens empfehlen. Dort sind alle Sehenswürdigkeiten, Denkmäler, Museen, Brunnen, historischen oder anderweitige interessanten Gebäude usw. perfekt beschrieben und dazu inzwischen auch in einwandfreiem Deutsch. Für Interessierte hier der Link: http://de.pecs.hu .

 

Fortsetzung folgt – der Reisebericht ist gerade im Entstehen – also schauen Sie regelmäßig vorbei für’s nächste „Kapitel“…Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Nacherleben dieser herrlichen und empfehlenswerten Reise…

 

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