Flussreise Film Reisebericht von Passau bis ans Schwarze Meer Budapest

Von Passau bis ans Schwarze Meer, Flussreise Film, Flusskreuzfahrt Film, Budapest

Burgpalast am Burgberg hinter Elisabethbruecke, Budapest
Burgpalast am Burgberg hinter Elisabethbruecke, Budapest

2. Tag: Reisebericht Sonntag, 02. September - FlusstagHeute war ein „Flusstag“ angesagt. Das heißt, unsere A-ROSA RIVA steuerte keinen Zielhafen an, sondern wir verbrachten den ganzen Tag bei Fahrt auf der Donau. Es war schlichtweg herrlich, dies zu genießen. Die Sonne scheinte wieder und so konnten wir es uns in den Sonnenliegen gemütlich machen. Was gibt es schöneres, als die Landschaft an sich vorbeiziehen zu sehen und dabei fast nichts als das Rauschen des Wassers zu hören, wenn die A-ROSA durch die Donau gleitet. Schön, diesen Tag entspannt zu genießen und sich von den „Strapazen“ des Anreisetages zu erholen. Bei unserer Fahrt kamen wir durch die Wachau, eine traumhaft schöne Landschaft mit imposanten Bauten und Orten wie z.B. Dürrnstein mit seiner blauen Kirche direkt am Wasser. Auch an Wien kamen wir vorbei. Am späten Nachmittag hatten wir dann Österreich verlassen und fuhren durch die Slowakei – auch vorbei an Bratislava. Diese beiden Orte sind als Halt auf der Rückreise geplant….

Hotel Gellert mit Freiheitsbruecke, Budapest
Hotel Gellert mit Freiheitsbruecke, Budapest

3. Tag: Reisebericht Montag, 03. September – Budapest – Puszta - Gödöllö Heute ging’s früh aus den Federn, denn es gab „das volle Kulturprogramm“. Die A-ROSA RIVA war beim Frühstück noch unterwegs mit Kurs Budapest. Nach dem Frühstück, gegen 07:30 Uhr, flitzten wir direkt auf’s Sonnendeck, um die Anfahrt nach Budapest „live“ mit zu erleben. Immer mit dabei: unsere Kamera (nein, nicht mein Fotoapparat ;-), sondern Klaus mit seiner professionellen Video-Kamera für die Aufnahmen des Ausflugsvideos).Das erste, was wir von weitem schon sahen, war die Burg hoch oben auf dem Burgberg.Sie ist so riesig und ausgedehnt, dass man ihre Komplexität nur von einiger Entfernung auch nur ansatzweise erfassen kann.Kurz darauf passierten wir am gegenüberliegenden Ufer das berühmte Hotel Gellert, in dem auch das weltberühmte Gellertbad beherbergt ist

Burgpalast von Kettenbruecke aus, Budapest
Burgpalast von Kettenbruecke aus, Budapest
Standseilbahn zum Burgberg, Budapest
Standseilbahn zum Burgberg, Budapest

Nach dem die A-ROSA RIVA dann an ihrem Liegeplatz festgemacht hatte, machten wir uns auf, um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten „abzuklappern“. Als erstes stand bei uns die Fischerbastei auf dem Programm. Die mussten wir uns unbedingt anschauen. Denn wenn man sie nur von Fotos kennt, glaubt man, das alles ist wie aus Zuckerguss gemacht und gar nicht wirklich. Also ging es zunächst einmal zu Fuß über die historische Kettenbrücke, die zwischen 1839 und 1849 erbaut wurde. Diese Hängebrücke verbindet die Stadtteile Buda und Pest miteinander und ist die älteste der neun Donaubrücken von Budapest. Imposant sind nicht nur ihre beiden Pfeilertore, sondern auch die monumentalen Löwenskulpturen und auch die Laternen sind hübsch anzuschauen. Auf dem Weg über die Brücke hatten wir erneut einen herrlichen Ausblick auf den Burgberg in seiner vollen Pracht.

Fischerbastei, Burgberg, Budapest
Fischerbastei, Burgberg, Budapest

Oben angekommen genossen wir zunächst einmal den Blick von einer kleinen Aussichtsterrasse des  Palastgartens der Burg aus. Dabei wachte über unseren Köpfen eine Figur des mythischen Vogels „Turul“. Er saß mit weit ausgebreiteten Schwingen auf einer Steinsäule der reich verzierten Begrenzung des Palastgartens und hielt dabei ein Schwert in seinen Klauen. Der Vogel ist eine Mischung aus Adler und Falke und entspringt der ungarischen Mythologie. Weiter ging es durch das Burgviertel zum Dreifaltigkeitsplatz. Dort befinden sich gleich mehrere Sehenswürdigkeiten auf einen Streich. In seiner Mitte steht ein Reiterstandbild des Heiligen Stephan, der der erste König von Ungarn war. Zu seiner linken erhebt sich die Südfassade der Matthiaskirche, die mit ihrem prächtigen bunten Dach aus über 141.000 glasierten Zsolnay-Dachziegeln glänzt. Die Ursprünge der Krönungskirche gehen bis ins 13. Jahrhundert zurück. Über die Jahrhunderte hinweg wurde sie immer wieder durch verschiedene Baustile verändert.Nicht weniger imposant ist die Fischerbastei. Dadurch, dass sie ganz in weißem Stein erbaut wurde, sieht sie von weitem aus, als ob sie aus Zuckerguss wäre. Ihre zahlreichen hübschen Türme, die an spitze Zauberhüte erinnern, untermalen das märchenhafte Flair zusätzlich. Sie steht an der Stelle des ehemaligen Fischmarktes. Von seiner Terrasse aus genossen wir den Blick auf das Parlament am gegenüberliegenden Ufer. Das hatten wir ja bereits bei der Anfahrt mit unserer A-ROSA in seiner ganzen Pracht bestaunen können. Aber halt, das stimmt so ja gar nicht. Wir konnten ja nur die halbe Pracht bestaunen – denn eine Hälfte war wegen Renovierung hinter Gerüsten und Planen verborgen.

Fischerbastei mit Reiterstandbild des  Heiligen Stephan, Burgberg, Budapest
Fischerbastei mit Reiterstandbild des Heiligen Stephan, Burgberg, Budapest
Parlamentsgebaeude, Budapest
Parlamentsgebaeude, Budapest

Die Zeit auf dem Burgberg verging wie im Flug, so dass wir uns nun langsam wieder auf den Rückweg begaben. Zurück auf der A-ROSA aßen wir am Buffet eine Kleinigkeit zu Mittag und richteten unsere Sachen für den Nachmittags-Ausflug. Zur Auswahl standen die Puszta oder Schloss Gödöllö. Wir entschieden uns für das zweite.Mit dem Bus ging es vom Schiff aus los. Unterwegs bekamen wir auf unserer Fahrtroute noch eine kleine Stadtführung und unter anderem auch Einblicke in die neuere Geschichte von Budapest – wer erinnert sich nicht noch gerne an den sensationellen Zauberwürfel, der auch unter dem Namen seines Erfinders „Rubik’s Cube“ bekannt ist. Erfunden hat ihn der Budapester Ernö Rubik, der an der Budapester Universität tätig ist.

Schloss Goedoelloe - Sommerresidenz von Sisi,  Kaiserin von Oesterreich und Koenigin von Ungarn
Schloss Goedoelloe - Sommerresidenz von Sisi, Kaiserin von Oesterreich und Koenigin von Ungarn

Schloss Gödöllö. Unser erstes Ziel war circa 25 km von Budapest entfernt: Schloss Gödöllö. Erbaut wurde es bereits im 18. Jahrhundert. Aber berühmt wurde es erst im darauf folgenden 19. Jahrhundert als bevorzugte Residenz von Elisabeth, Kaiserin von Österreich und Königin von Ungarn, die besser bekannt ist als „Sisi“. Das Schloss ist ein riesiger Komplex aus mehreren Gebäudetrakten. Vieles davon ist leider in nicht mehr so gutem Zustand. Aber erfreulicherweise wird das Schloss Stück für Stück renoviert und die bereits restaurierten Areale sind wirklich hübsch anzusehen.

 

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